Es ist schön, etwas für mich selbst zu nähen.
Den Stoff auszuwählen, Details zu gestalten und zuzusehen, wie aus einer Idee langsam ein tragbares Stück entsteht. Darin liegt Stolz und eine stille, ruhige Freude.
Aber es gibt eine andere Art von Freude, wenn ich für Menschen nähe, die ich liebe.
Vor Kurzem habe ich einen Bademantel für meinen Vater genäht. Weich, gemütlich, etwas für langsame Morgen oder nach einer Dusche. Gleichzeitig entstand ein kleines Frosch-Handtuch für meinen Neffen – seinen Enkel. Verspielt, mit kleinen Froschdetails, die das Baden ein bisschen magischer machen.
Zwei Stücke. Zwei Generationen. Ein gemeinsames Lächeln.
Als sie nebeneinander standen – eingekuschelt nach dem Baden – sah ich zwei Frösche aus demselben kleinen Familienclub. Einer groß, einer klein.
Für andere zu nähen fühlt sich anders an.
Es geht nicht nur um Stoff und Stiche. Es geht um Fürsorge. Um Aufmerksamkeit. Um das Vorstellen dieses Moments, in dem das Stück getragen wird.
Und wenn sich ihre Freude in meinem Blick – oder sogar in der Kamera – spiegelt, erinnert mich das daran, warum ich liebe, was ich tue.
Mit den eigenen Händen etwas zu erschaffen ist kraftvoll. Es weiterzugeben vielleicht noch mehr.



